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Projektkalender: Der ultimative Leitfaden und Toolvergleich

Sergi Sinyugin by Sergi Sinyugin Published: Jul 14, 2026 Latest update: Juli 14, 2026
Reading Time: 22 mins
Project Management

Ein Projektkalender ordnet die Aufgaben, Meilensteine und Deadlines eines Projekts auf einer gemeinsamen Zeitachse an, sodass das gesamte Team sehen kann, was fällig ist, wann und wer dafür verantwortlich ist. Er macht den Unterschied zwischen einem Plan, der nur in den Köpfen einzelner existiert, und einem Plan, mit dem das Team tatsächlich arbeiten kann.

Dieser Leitfaden erklärt, was ein Projektkalender ist, wie er sich von einem Ressourcenkalender und einem Kanban-Board unterscheidet, wie man ihn Schritt für Schritt aufbaut und pflegt – und welche Tools die Aufgabe am besten erfüllen, mit einem fundierten Vergleich von sechs führenden Optionen. Verfasst vom Team bei VirtoSoftware, einem ISV, der seit über 15 Jahren Planungs- und Projekttools für das Microsoft-Ökosystem entwickelt.

Project calendar view showing tasks, milestones, and deadlines on a shared timeline

Abb. 1. Projektkalenderansicht mit Aufgaben, Meilensteinen und Deadlines auf einer gemeinsamen Zeitachse.

Kurze Antwort: Was ist ein Projektkalender?

👉 Ein Projektkalender ist ein gemeinsam genutzter Kalender, der die Aufgaben, Meilensteine und Deadlines eines Projekts auf einer Zeitachse abbildet, sodass das gesamte Team sehen kann, was fällig ist und wann. Er beantwortet auf einen Blick drei Fragen: Was kommt als Nächstes? Bis wann? Und wer ist verantwortlich?

Anders als ein persönlicher Kalender, der um die Termine einer einzelnen Person herum organisiert ist, dreht sich ein Projektkalender um Lieferergebnisse. Anders als ein Gantt-Diagramm, das Abhängigkeiten und den kritischen Pfad in den Vordergrund stellt, stehen beim Kalender die Termine im Mittelpunkt – was ihn zum lesbarsten Dokument macht, das man Stakeholdern präsentieren kann, die keine Projektmanager sind.

Projektkalender verstehen

Ein Projektkalender bildet das chronologische Rückgrat des Projektmanagements: Er ist der Entwurf der Abfolge von Aufgaben und Meilensteinen, die ein Projekt vom Kickoff bis zum Abschluss führen. Er ist die Karte, der das Team folgt, und er gibt Tempo und Richtung der Arbeit vor.

Sein eigentlicher Wert zeigt sich in Planung, Koordination und Überwachung. Ein Projektkalender liefert eine visuelle Darstellung des Projektlebenszyklus, mit der Manager und Teammitglieder ihre Aktivitäten synchronisieren, Hindernisse frühzeitig erkennen und das Projekt auf termingerechte Lieferung ausrichten können.

👉 Was ist ein Projektmanagement-Kalenderplan? Es ist ein Kalender, der genutzt wird, um die beweglichen Teile eines Projekts zu planen, zu koordinieren und zu verfolgen – Aufgaben, Zuweisungen, Deadlines und Meetings – verknüpft mit Meilensteinen, Lieferergebnissen und Ressourcenverfügbarkeit. Er ist ein integrierter Ansatz, um das Wann, das Wer und das Was eines Projekts zu steuern.

Ziele und Vorteile der Nutzung von Projektkalendern

Die Nutzung eines Projektkalenders geht über reine Terminplanung hinaus. Es geht um den bewussten Einsatz von Zeit als Projektressource, und die Vorteile verstärken sich gegenseitig:

Aber kann ein Kalender allein das gesamte Projektmanagement tragen? Das hängt vom Projekt ab.

Für kleine Teams und einzelne Unternehmer reicht oft eine einfache Kalender-App aus. Bei geringer Komplexität deckt ein einfacher Kalender den Bedarf, ohne den Overhead eines spezialisierten Systems. Das Gleiche gilt für Projekte mit kurzer Laufzeit: Ein kalenderzentrierter Ansatz eliminiert die Einarbeitungszeit aufwändigerer Tools und bietet eine schnelle, gut lesbare Übersicht über Zeitpläne und Lieferergebnisse.

Bei größeren, stärker verflochtenen Projekten wird der Kalender zu einer Ansicht unter mehreren – wertvoll, aber ergänzt durch Aufgabenmanagement, Abhängigkeiten und Reporting. Die Wirksamkeit eines Kalenders als eigenständiges Tool nimmt mit zunehmender Projektkomplexität ab.

Die Rolle von Projektkalendern in Projektmanagement-Software

Die meisten Projektmanagement-Plattformen – Microsoft Project, SharePoint, Microsoft Teams, Asana, Trello, Jira, Basecamp, Smartsheet – bieten mittlerweile eine Kalenderansicht neben Boards, Listen und Zeitachsen an. Ein Kalender, der direkt in dem Tool eingebettet ist, in dem die Arbeit bereits stattfindet, vereinfacht die Planung, reduziert Terminierungskonflikte und verbessert die Ressourcenzuteilung – weil die Daten im Kalender dieselben sind wie in den Aufgaben.

Daneben glänzen eigenständige Kalender-Tools bei der gezielten Terminplanung und lassen sich gut in den breiteren Tool-Stack integrieren. Software mit integrierten Projektkalendern umfasst:

Eigenständige Kalender, die sich gut in andere Tools integrieren lassen, sind unter anderem:

Ressourcenkalender vs. Projektkalender: Was ist der Unterschied?

Diese beiden Planungsartefakte sehen ähnlich aus und erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Ein Ressourcenkalender bildet die Verfügbarkeit, Zeitpläne und Einschränkungen der einzelnen Ressourcen ab, die ein Projekt benötigt – Personen, Geräte, Materialien. Sein Zweck ist es, diese Ressourcen effizient zu steuern, damit die richtige Ressource zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist – ohne Konflikte oder Engpässe.

Ein Projektkalender gibt einen Überblick über die gesamte Projektzeitleiste: wann Aufgaben und Meilensteine fällig sind, in welcher Reihenfolge und über welchen Zeitraum. Er stimmt Stakeholder auf den übergeordneten Lieferrhythmus ab. Einfach gesagt: Der Projektkalender definiert das Ziel; der Ressourcenkalender plant den Weg dorthin unter Berücksichtigung der gegebenen Bedingungen.

Resource calendars vs project calendars — what each one tracks

Abb. 2. Ressourcenkalender vs. Projektkalender – was jeder einzelne abbildet.

Fehlende Abstimmung zwischen beiden führt zu Verzögerungen, Ineffizienz und Mehrkosten. Ihre Integration ist bei jedem Projekt mit gemeinsam genutzten Ressourcen unverzichtbar. Drei Strategien für eine gute Umsetzung:

Doppelte Kalenderführung zahlt sich bei teamübergreifender Arbeit aus:

Projektkalender vs. Kanban-Board

Kalender und Kanban-Boards lösen verwandte, aber unterschiedliche Probleme. Kanban ist eine agile Methode, die sich hervorragend eignet, um den Aufgabenfortschritt in Echtzeit darzustellen und den Arbeitsfluss zu ermöglichen; Kalender nehmen eine zeitliche Perspektive ein, fixieren Meilensteine und treiben die langfristige Roadmap voran. Welches Sie wählen, hängt vom Projekt ab:

Viele Teams nutzen letztlich beide: einen Kalender für die Roadmap und die Stakeholder-Ansicht, ein Board für die tägliche Ausführung. Innerhalb von Microsoft 365 decken Virto Calendar und Virto Kanban Board genau dieses Duo ab – die Struktur eines Kalenders kombiniert mit der Anpassungsfähigkeit eines Boards, in derselben Umgebung.

Einen Projektkalender erstellen: Schritt für Schritt

Wie baut man ihn konkret auf? Fünf Schritte führen Sie von einem leeren Kalender zu einem funktionierenden Zeitplan.

  1. Projektziele und Umfang definieren. Ziele und den Gesamtzeitrahmen klar festlegen. Alles Weitere hängt davon ab, dass dieser Schritt richtig gemacht wird.
  2. Das Projekt in Phasen und Aufgaben gliedern. Eine Projektstrukturanalyse erstellen: die erforderlichen Aktivitäten und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten.
  3. Zeitrahmen für jede Aufgabe festlegen. Dauern schätzen und Deadlines setzen – unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten und realer Ressourcenverfügbarkeit, nicht des Best-Case-Szenarios.
  4. Verantwortliche zuweisen. Jede Aufgabe erhält eine namentlich genannte Person oder ein Team, das dafür verantwortlich ist. Aufgaben ohne Verantwortliche geraten ins Hintertreffen.
  5. Den Arbeitsplan zusammenstellen. Dauern, Abhängigkeiten und Zuweisungen in einem Kalender zusammenführen, korrekt sequenziert. Dort veröffentlichen, wo das Team bereits arbeitet.

Ein Kalender, der einmal erstellt und nie wieder angepasst wird, ist ein historisches Dokument – kein Plan. Drei Gewohnheiten sorgen dafür, dass er aktuell bleibt:

Wer mehrere Projekte gleichzeitig führt, erhöht den Koordinationsaufwand. Drei Praktiken helfen dabei:

Nichts davon funktioniert ohne offene Kommunikation. Den Kalender für alle relevanten Stakeholder zugänglich machen, regelmäßige Check-ins abhalten, damit alle über Zeitplan und Verantwortlichkeiten informiert sind, und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Probleme mit dem Zeitplan offen gemeldet werden – statt still ignoriert zu werden.

👉 Wie erstelle ich einen Kalender-Arbeitsplan? Übergeordnete Ziele mit aufgabenspezifischer Planung in Einklang bringen. Prioritäten für die Woche oder den Monat definieren, in handhabbare Teilziele aufschlüsseln und diese in Zeitblöcke für konzentriertes Arbeiten einteilen. Feste Termine – Meetings, Anrufe, administrative Aufgaben – einplanen und Puffer für Unterbrechungen reservieren. Aktionspunkten Deadlines zuweisen, diese bis zum Fälligkeitsdatum abhaken und den Plan bei Bedarf anpassen.

Projektplan: Meilensteine, Deadlines und Abhängigkeiten

Ein Projektplan ist die detaillierte Zeitachse unterhalb des Kalenders: die Abfolge von Aufgaben, Meilensteinen, Deadlines und Abhängigkeiten, die für die Lieferung erforderlich sind. Drei Elemente leisten den Großteil der Arbeit.

MeilensteineDeadlinesAbhängigkeiten
Fortschrittsverfolgung: Kontrollpunkte, die zeigen, ob das Projekt auf Kurs ist.Zeitmanagement: erzeugen Dringlichkeit und erzwingen Priorisierung.Aufgabensequenzierung: legen die Reihenfolge fest, in der Arbeit erledigt werden muss.
Zielerreichung: markieren den Abschluss wichtiger Phasen und halten das Team auf Kurs.Verantwortlichkeit: verknüpfen Lieferergebnisse mit namentlich genannten Verantwortlichen und Terminen.Ressourcenzuteilung: machen sichtbar, wann welche Ressourcen frei sein müssen.
Kommunikation: geben Stakeholdern klare Fortschrittsmarker als Orientierungspunkte.Projektfortschritt: kontinuierliche Fertigstellung nach Plan statt Schlusspanik.Risikomanagement: legen Engpässe offen, die den Zeitplan gefährden.

Abb. 3. Meilensteine, Deadlines und Abhängigkeiten in einem Projektplan.

Zeitmanagement-Strategien, die in der Praxis funktionieren:

Beste Projektkalender-Software: Fundierter Vergleich

Bevor einzelne Tools verglichen werden, lohnt es sich zu klären, worauf es ankommt. Bei der Bewertung von Projektkalender-Software sind folgende Merkmale besonders relevant:

1. Google Calendar

Google Calendar used as a project scheduling calendar

Abb. 3. Google Calendar als Projektplanungskalender.

Google Calendar ist keine Projektmanagement-Software, aber ein leistungsfähiger Projektkalender für kleine Teams – insbesondere solche, die bereits in Google Workspace arbeiten. Die Terminplanungsebene beherrscht er gut, und dort endet sein Funktionsumfang.

👉 Ist Google Calendar gut für Projektmanagement? Für die Terminplanung: ja. Für das Projektmanagement: nur bei kleinen Projekten. Kalendersysteme wurden entwickelt, um Termine anzuzeigen, nicht Aufgaben und Lieferergebnisse – häufen sich genug Aufgaben-„Termine" an einem einzigen Tag an, wird die Ansicht schnell unübersichtlich. Es ist eine gute Wahl für Teams, die bereits in Google Workspace arbeiten und Zeitachsen benötigen – kein Aufgaben-Tracking.

2. Asana

Asana calendar view

Abb. 4. Asana-Kalenderansicht.

Asana ist eine vollständige Projektmanagement-Plattform, deren Kalender eine von mehreren Ansichten auf dieselben Daten ist – Listen-, Board-, Kalender-, Timeline- und Gantt-Ansichten basieren alle auf denselben Aufgaben und lassen sich mit einem Klick umschalten.

Wichtig zu wissen: Im Kalender erscheinen nur Aufgaben und Unteraufgaben mit Fälligkeitsdatum, die zum Projekt gehören; Unteraufgaben müssen manuell zum Projekt hinzugefügt werden, um angezeigt zu werden. Asanas kostenloser Tarif richtet sich an Einzelpersonen und sehr kleine Teams – die aktuelle Nutzerobergrenze sollte auf Asanas Preisseite geprüft werden, bevor darauf geplant wird, da sich die Bedingungen zuletzt geändert haben.

3. Trello

Trello Calendar view with cards arranged by due date

Abb. 5. Trello-Kalenderansicht mit nach Fälligkeitsdatum sortierten Karten.

Trello hat sich seit den meisten verfügbaren Leitfäden verändert, daher ist es wichtig, das klar zu stellen: Trello bietet in kostenpflichtigen Tarifen jetzt eine native Kalenderansicht – nicht nur ein Power-Up. Es gibt verwirrenderweise drei Kalenderoberflächen:

Abseits der Kalenderoberflächen unterstützt Trello Fälligkeitsdaten und Erinnerungen für Karten, listenbasierte Organisation nach Phase, Labels und Filter sowie Anhänge und Kommentare für Kontext. Es bleibt das schlankste Tool in dieser Liste – was sowohl seine Stärke als auch seine Grenzen bestimmt.

4. Wrike

Wrike Calendar view showing tasks and milestones across a project timeline

Abb. 6. Wrike-Kalenderansicht mit Aufgaben und Meilensteinen über eine Projektzeitachse.

Wrike unterscheidet zwischen zwei ähnlich benannten Dingen, und diese Unterscheidung ist bei der Auswahl relevant:

Über beide hinweg bietet Wrike:

Verfügbarkeit variiert je nach Tarif und Rolle – Collaborators, Contributors und Viewers können freigegebene Kalender einsehen, aber keine eigenen erstellen oder bearbeiten. Die Planmatrix sollte geprüft werden, bevor Wrike für ein Team mit gemischten Berechtigungen eingeführt wird.

5. Calendly

Calendly showing available booking slots

Abb. 7. Calendly mit verfügbaren Buchungsslots.

Calendly ist ein Terminplanungstool, kein Projektmanagement-Tool. Es hat in diesem Vergleich seinen Platz, weil die Meeting-Koordination ein echter und zeitaufwändiger Teil der Projektdurchführung ist – und Calendly den Großteil dieses Aufwands eliminiert.

Einzusetzen ergänzend zu einem Projektkalender – nicht als Ersatz.

6. Virto Calendar App (Microsoft 365, SharePoint & Teams)

Virto Calendar App overlaying multiple calendar sources in a single colour-coded project view

Abb. 8. Virto Calendar App überlagert mehrere Kalenderquellen in einer farbcodierten Projektansicht.

Virto Calendar App ist eine Kalender-Overlay-Lösung, die für Microsoft 365, SharePoint Online und Microsoft Teams entwickelt wurde. Während die anderen Tools in dieser Liste dazu einladen, das Projekt in ihre Plattform zu verlagern, arbeitet Virto Calendar innerhalb der Plattform, auf der Ihre Organisation bereits läuft.

Virto Calendar App funktioniert auf modernen und klassischen SharePoint-Seiten sowie in Microsoft Teams-Kanälen, mit einer Lizenz für SharePoint, Teams und Azure. Die App wird von über 8.000 Unternehmen genutzt.

Vergleichstabelle

ToolBereitstellungTeil einer PM-SuiteAls eigenständiger Kalender nutzbarTeamgrößeAm besten geeignet für
Google CalendarCloudNeinJaKlein bis mittelTeams in Google Workspace; Terminplanung, kein Aufgaben-Tracking
AsanaCloudJaNeinAlle GrößenCross-funktionale Teams, die einen Datensatz über fünf Ansichten nutzen möchten
TrelloCloudNeinTeilweise (native Kalenderansicht in kostenpflichtigen Tarifen)Klein bis mittelSchlanke, visuelle, Kanban-zentrierte Workflows
WrikeCloudJaNeinAlle GrößenMarketing- und Kreativteams; programmlevel-übergreifende Portfolio-Planung
CalendlyCloudNeinJa (nur Terminplanung)Alle GrößenMeeting-Koordination ergänzend zu einem echten Projektkalender
Virto Calendar AppCloud & selbst gehostet in Ihrem AzureIntegration mit M365-StackJaAlle GrößenOrganisationen, die auf Microsoft 365, SharePoint und Teams setzen

Abb. 4. Projektkalender-Tools im Vergleich. Funktionsverfügbarkeit und Planebenen ändern sich häufig – vor dem Kauf die aktuelle Preisseite des jeweiligen Anbieters prüfen.

Einige Hinweise zur Lesart der Tabelle:

👉 Nutzen Sie SharePoint für das Projektmanagement? Lesen Sie unsere verwandten Leitfäden zu Projektmanagement in Microsoft 365 und SharePoint-Projektmanagement-Dashboards für Tools, die sich gut mit einem Projektkalender kombinieren lassen.

Projektkalender-Vorlagen

Nicht immer ist eine vollständige PM-Plattform erforderlich. Für kleinere Projekte ist eine Excel-Projektkalendervorlage ein legitimer Ausgangspunkt – vorausgesetzt, sie enthält das Wesentliche: Meilensteine, Aufgabenverantwortlichkeit und eine visuelle Zeitachse. Eine praktikable Struktur sieht so aus:

1. Projektaufgabenliste

Aufgaben-IDAufgabennameStartdatumFälligkeitsdatumVerantwortlicherStatus% abgeschlossen
1MarktforschungTT.MM.JJJJTT.MM.JJJJVerantwortlicher ANicht begonnen0 %
2Produktkonzept-EntwurfTT.MM.JJJJTT.MM.JJJJVerantwortlicher BIn Bearbeitung20 %
3Entwicklungs-KickoffTT.MM.JJJJTT.MM.JJJJVerantwortlicher CZurückgestellt0 %
4Social-Media-PlanTT.MM.JJJJTT.MM.JJJJVerantwortlicher DAbgeschlossen100 %

Abb. 5. Projektkalender-Aufgabenliste.

2. Wochenansicht

Daten als Spalten, Aufgaben als Zeilen festlegen. Die Zelle für jeden Tag, an dem eine Aufgabe aktiv ist, markieren oder farblich hervorheben.

Woche abMoDiMiDoFrSa
Aufgabe 1XX
Aufgabe 2XXX
Aufgabe 3X
Aufgabe 4XX

Abb. 6. Wochenansicht einer Excel-Projektkalendervorlage.

Um die Vorlage in Excel tatsächlich nutzbar zu machen:

Excels Pivot-Tabellen und Diagramme erweitern diese Vorlage zusätzlich. Sie skaliert nicht für große, abhängigkeitsintensive Projekte – aber als Ausgangspunkt ist sie durchaus valide.

Häufige Arten von Projektkalendervorlagen:

Ein Content-Kalender-Arbeitsblatt könnte beispielsweise so aussehen:

VeröffentlichungsdatumContent-IDTitel / ThemaTypVerantwortlicherStatus
01.04CT001Fünf Tipps für eine gesunde ErnährungBlogbeitragVerantwortlicher AVeröffentlichungsbereit
03.04CT002Frühlingsmode-TrendsVideoVerantwortlicher BIn Bearbeitung
08.04CT003Tech-Gadgets-ReviewPodcastVerantwortlicher CIn Erstellung

Abb. 7. Content-Kalender für die Projektplanung.

In einer Live-Version verlinkt die Content-ID auf das Arbeitsdokument, der Status ist ein Dropdown, bedingte Formatierung hebt bevorstehende Deadlines hervor und der Titel verlinkt direkt auf den Entwurf.

Projektmanagement mit Virto Calendar für Microsoft 365, SharePoint & Teams

Wenn Ihre Organisation auf Microsoft 365 setzt, ist der schnellste Weg zu einem funktionierenden Projektkalender meist nicht die Einführung einer neuen Plattform – sondern das Lesbar-Machen der Kalender, die bereits vorhanden sind. Genau dieses Problem löst Virto Calendar App.

Sie bietet eine zentrale, farbcodierte Ansicht von Terminen aus mehreren Quellen: SharePoint-Listen und -Kalender über Sites und Subsites hinweg, Exchange Online und Microsoft 365-Gruppenkalender, Microsoft Planner, Microsoft Lists sowie Internet-Kalender wie Google und iCloud. Alles erscheint in einer Ansicht, innerhalb von SharePoint oder Teams, dort wo das Team bereits arbeitet.

Virto Calendar App for Microsoft 365 — unified project view

Abb. 9. Virto Calendar App für Microsoft 365 – einheitliche Projektansicht.

Wichtige Funktionen für das Projektmanagement:

Zwei ergänzende Tools vervollständigen das Bild für Microsoft-basiertes Projektmanagement:

Für SharePoint On-Premise stehen Server-Versionen aller drei Apps zur Verfügung:

FAQ

Was ist ein Projektkalender?

Ein gemeinsam genutzter Kalender, der die Aufgaben, Meilensteine und Deadlines eines Projekts auf einer Zeitachse abbildet, sodass das gesamte Team sehen kann, was fällig ist und wann.

Was ist der Unterschied zwischen einem Projektkalender und einem Ressourcenkalender?

Ein Projektkalender zeigt die Projektzeitachse – was fällig ist, wann, in welcher Reihenfolge. Ein Ressourcenkalender zeigt die Verfügbarkeit der Personen, Geräte und Materialien, die für die Umsetzung benötigt werden. Der Projektkalender definiert das Ziel; der Ressourcenkalender plant den Weg dorthin.

Wie erstelle ich einen Projektkalender?

Ziele und Umfang definieren; das Projekt in Phasen und Aufgaben aufgliedern; Zeitrahmen unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten und realer Verfügbarkeit festlegen; jeder Aufgabe einen Verantwortlichen zuweisen; alles in einem sequenzierten Zeitplan zusammenstellen und dort veröffentlichen, wo das Team arbeitet. Und dann aktuell halten – ein veralteter Kalender ist schlimmer als keiner.

Was ist der beste Kalender für das Projektmanagement?

Das hängt davon ab, wo Ihre Arbeit bereits stattfindet. Innerhalb von Microsoft 365, SharePoint oder Teams überlagert Virto Calendar App Ihre vorhandenen Kalenderquellen, ohne das Projekt irgendwohin zu verlagern. Für cross-funktionale Teams, die Boards, Zeitachsen und Kalender auf einem Datensatz nutzen möchten: Asana. Für programmlevel-übergreifende Portfolio-Planung: Wrike. Für schlanke, Kanban-zentrierte Teams: Trello. Für die Meeting-Koordination neben einem echten Projektkalender: Calendly.

Kann ich Google Calendar für das Projektmanagement verwenden?

Für kleine Projekte ja. Aber Kalendersysteme wurden entwickelt, um Termine anzuzeigen, nicht Aufgaben und Lieferergebnisse – mit zunehmendem Aufgabenvolumen wird die Ansicht unübersichtlich und schwer lesbar. Es eignet sich für Teams, die sichtbare Zeitachsen benötigen, aber kein Aufgaben-Tracking.

Hat Trello eine Kalenderansicht?

Ja. Trello bietet jetzt in kostenpflichtigen Tarifen eine native Kalenderansicht, ergänzt durch das Calendar Power-Up für Boards im kostenlosen Tarif sowie eine separate Planner-Oberfläche, die mit Google- und Outlook-Kalendern synchronisiert wird. Hinweis: Karten erscheinen im Planner nicht automatisch – sie müssen manuell hineingezogen werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Projektkalender und einem Gantt-Diagramm?

Ein Kalender stellt Termine in den Vordergrund und ist das lesbarste Dokument für Stakeholder ohne PM-Hintergrund. Ein Gantt-Diagramm stellt Abhängigkeiten, Dauern und den kritischen Pfad in den Vordergrund und ist das bessere Tool für die Steuerung der Sequenzierung. Die meisten Teams profitieren von beidem.

Fazit

Ein Projektkalender ist das unspektakulärste und gleichzeitig tragende Artefakt im Projektmanagement. Gut aufgebaut und aktuell gehalten, macht er aus einem Plan etwas, mit dem das Team handeln kann: was fällig ist, wann und wer verantwortlich ist – für alle auf einmal sichtbar.

Das Tool ist weniger entscheidend als die Disziplin – aber das richtige Tool macht die Disziplin nachhaltig. Wenn Ihre Organisation auf Microsoft 365, SharePoint und Teams setzt, bieten Virto Calendar App, Virto Kanban Board und Virto Gantt Chart Ihnen den Kalender, das Board und die Zeitachse innerhalb der Umgebung, die Ihr Team bereits nutzt – mit Daten, die in Ihrer eigenen Infrastruktur verbleiben.

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Weiterführende Lektüre

Quellen

(1) Projektmanagement-Statistiken – Kissflow

(2) Pulse of the Profession – PMI